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Kiefergelenktherapie Kiefergelenk und Tinnitus


Störungen im Kiefergelenk können viele negative Auswirkungen haben

Kopfschmerzen Sprechen und Kauen scheinen selbstverständlich, doch leider funktioniert das nicht immer reibungslos. Jeder Zweite beißt nach Einschätzung von Experten falsch. Da Kiefer, Zähne und Gesichtsmuskeln genau aufeinander abgestimmt sind, können sich Störungen in diesem Bereich auch auf andere Regionen auswirken. Die Folge können Kopf- und Rückenschmerzen bis hin zu Schwindelattacken, Tinnitus und sogar Depressionen sein.

Auch Zahnersatz, der nur ein wenig zu hoch oder zu niedrig ist, kann zu einer Verspannung der Kaumuskeln und damit zu Schmerzen führen. Aber auch eine falsche Körperhaltung oder psychischer Stress kann die Muskeln im Gesicht verkrampfen lassen und damit Schmerzen verursachen.

Heute müssen sich immer mehr Menschen im Beruf „durchbeißen“, oder „kauen“ ihre Alltagsprobleme durch. Manchmal kann man Probleme auch nur aushalten, wenn man die „Zähne zusammenbeißt“. Oft ist es problematisch, die richtige Hilfe zu bekommen, denn für die so genannten cranio-mandibulären Dysfunktionen (CMD) gibt es bislang noch zu wenige Therapeuten. Am Anfang steht immer eine eingehende Untersuchung, um die individuellen Ursachen für die Störung im Kieferbereich zu erkennen. Schon das Öffnen des Mundes lässt den Spezialisten erkennen, wie stark die Kiefergelenke abgenutzt sind. Dann folgt die Untersuchung der Zähne. Der so genannte Artikulator hilft festzustellen, wie gut die obere und die untere Zahnreihe aufeinander passen. Mit einem einfachen Test kann zudem ermittelt werden, ob eine falsche Körperhaltung hinter den Beschwerden stecken könnte. Im Zweifelsfall ziehen wir einen Orthopäden zu Rate. Um die Schmerzen zu lindern, ist in den meisten Fällen eine individuell angepasste Biss-Schiene notwendig. Sie ermöglicht den Kaumuskeln Entspannung und schützt die Zähne vor Schäden durch zu hohen Druck. Eine Schiene wird vom Zahntechniker angefertigt und dann in der Praxis genau angepasst.


Weitere Behandlungen:

Yoga Auch physiotherapeutische Maßnahmen können helfen, die Kaumuskulatur zu entspannen. Wärme fördert die Durchblutung der Muskeln und wirkt so Verkrampfungen entgegen. Dabei helfen auch spezielle Massagen und Dehnübungen der Kaumuskeln.

Sind Stress oder psychische Konflikte Ursache für eine zu hohe Anspannung, können Entspannungstechniken (Yoga, Chi Gong, autogenes Training u.a.) Druck abbauen. Wer die Zähne zu stark zusammenbeißt, kann oft auch mit psychologischer Hilfe etwas dagegen tun. In manchen Fällen kommen auch den Muskel entspannende Medikamente zum Einsatz. Sie können in einer akuten Situation sinnvoll sein, haben aber vor allem eine unangenehme Nebenwirkung: Sie machen müde. Auf Dauer können jahrelange Schmerzen in Kiefer- und Gesichtsbereich zu Gemütsveränderungen bis hin zu Depressionen führen. Leider werden Diagnostik und Therpie der cranio-mandibulären Dysfunktionen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr bezahlt.